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Uwe Blaffert
„Impossible is Nothing“
Mit meinem zweiten Start über die Ironman Distanz habe ich
mich mehr als selbst überrascht. Das ich die Zeit von
Zürich um 30 min. unterbieten kann war mein Ziel, aber das
es am Ende 60 min. waren, das ist der Hammer. Die
Bedingungen in Klagenfurt mit dem Caravanmobil auf dem
Campingplatz direkt vor Europas größtem Strandbad zu
stehen, 100m vom Start, 200m vom Ziel und den
Wechselzonen, mit Athletinnen und Athleten aus insgesamt
42 Nationen war perfekt. Wir waren schon Mittwochs dort um
die 3 Disziplinen auf einem Teil der Wettkampfstrecke zu
trainieren, das gibt immer ein sicheres Gefühl. Als es
dann am Sonntag um 7 Uhr soweit war, fiel die ganze
Anspannung ab und ich konnte zeigen was ich mir hart aber
mit viel Spaß antrainiert habe. Bis zum kurzen
Landausstieg nach 2000m war es relativ locker zu schwimmen
trotz der über 2000 Starter, doch dann - ich hatte gerade
zwei, drei Züge gemacht - da haute mir einer die Brille
fast vom Kopf, so dass ich Sie zweimal richten mußte bevor
es wieder normal weiter ging. Die letzten 800m im sehr
schmalen und flachen Lendlkanal waren dann das härteste
was ich abgesehen von der Tunkerei aus früheren Tagen
erleben durfte, wenn man seinen Platz da nicht behauptet
wird man überschwommen.
Trotzdem oder gerade deswegen trieb es mich schon nach
1:06 Std. aus dem Wasser und 4 min. später auf mein Rad, 3
Runden 60Km und 3x Rupertiberg. Wie so oft wurde ich dann
auch gleich häufig überholt, was mich aber nicht aus der
Ruhe brachte mein Tempo zu fahren. Die abwechslungsreiche
Strecke am Wörthersee mit Blick auf die Karawanken war
komplett abgesperrt, stimmungsvoll und sehr schnell. Nach
über 150Km und einem Schnitt von 31Km/h hatte ich mich
schon auf eine Gesamtendzeit von unter 11Std. eingestellt
bis mich eine Biene in den Oberarm gestochen hatte. Nach
kurzem Schock und viel Wasser darüber, merkte ich aber das
eine kleine Biene einem Ironman nicht wirklich wehtun kann
und fuhr tatsächlich wie gestochen von der Biene die 180Km
in 5:39 Std. zu Ende.
Nach schnellem Wechsel ging es dann auf die 2x21Km flache
Wendepunktstrecke vom Wörthersee in`s Herzen der Stadt
Klagenfurt, wo sich zahlreiche ausgelassene und sehr
freundliche Zuschauer in verschiedenen Stimmungsnestern
zusammen niedergelassen hatten. Auf der Laufstrecke konnte
ich mich dann auch mehrfach verbal mit meiner Mom
austauschen, da der Kurs viermal am Zielbereich vorbei
führte bevor man beim fünften mal rein durfte. Das Laufen
an sich hat mir wieder viel Freude bereitet, besonders
nachdem ich meine Ernährung im Laufe des Rennens den
Bedürfnissen meines Magens angepasst hatte. Die ersten
10Km Gel, die 2. Iso und ab Km 30 Triathlon-Gedeck, also
Cola und Wasser. Das ich unter 11 Std. blieb war dann
klar, aber ich wollte die Zeit von Zürich um 1 Std.
verbessern, dass hieß ab Km 35 "Quäl dich du Sau", na ja
nicht ganz so schlimm aber nach 3:54 Std. für den Marathon
und einer Endzeit von 10:47 Std. war ich dann doch sehr
glücklich und Stolz es geschafft zu haben.
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