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Roland Blank
„Vom Übergewicht zum Ironman “
“Als ich mit vierzig Jahren feststellte,
dass sich bei 176 cm Körpergröße die Anzeige auf meiner
Körperwaage bedrohlich der 90-Kilogramm-Marke näherte,
fasste ich den Entschluss nach langer Zeit wieder mit dem
Joggen zu beginnen. Ein Jahr später habe ich mich beim
Jedermanntriathlon im Nachbarort angemeldet. Die 400 m
musste ich damals als Brustschwimmer im 16°Grad kalten
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Wasser bewältigen und in der Wechselzone habe ich mich
gegen den kalten Regen so warm angezogen, dass ich unter
den letzten fünf Teilnehmern auf ein viel zu großes
geliehenes Rennrad wechselte, das ich dann an einem 15%
steilen Anstieg hochschieben musste. Die 5 km Laufstrecke
bewältigte ich als gemütlicher Jogger. Das Resultat dieser
aus heutigerSicht zu belächelnden Aktion war, dass ich den
Triathlonsport für mich entdeckte.
Im darauffolgenden Jahr habe ich dann an vier
Veranstaltungen teilgenommen, wobei ich mich bereits
zweimal an die Kurzdistanz wagte. Im gleichen Jahr bin ich
mit einem Freund nach Roth gefahren, als dort der letzte
Ironman über die Bühne ging. Ab diesem Zeitpunkt war für
mich klar, dass ich hier auch einmal am Start sein wollte.
So wurde ein neues Rennrad gekauft und die
Trainingsumfänge erhöht. Dazu trat ich noch dem
Triathlonverein in Memmingen bei, um auch im Winter ein
intensives Schwimmtraining durchführen zu können und um
nicht immer alleine zu den Wettkämpfen reisen zu müssen.
Zwei Jahre später war es dann soweit. Ich war in Roth,
fuhr mit den von begeisterten und schreienden Zuschauern
getragen Solarer Berg hoch und finishte nach genau 11:00
Stunden. Das war der Wahnsinn!
Im letzten Jahr konnte ich trotz Erkältung in der
Vorbereitung bei optimalen Bedingungen in Roth die Endzeit
auf 10:33 Stunden steigern und im September schrammte ich
beim Ironman Wisconsin als achter meiner Altersklasse
knapp an der Hawaii-Quali vorbei. Damals war ich der
Meinung, dass ich nicht weiter verbesserungsfähig bin.
Nachdem ich im März beim Trainingslager auf Mallorca die
Trainingspläne von finisher concepts für meinen
Sportkollegen Oliver Veit gelesen und über die lustigen
Begleittexte gelacht hatte, habe ich Kontakt zu finisher
concepts aufgenommen. Die Trainingspläne haben von Anfang
an gut zu meinem Tagesablauf gepasst und obwohl ich
zwischenzeitlich wegen meiner Trainingsergebnisse auf dem
Rad ins Zweifeln geriet, konnte ich schon bei den
Vorbereitungswettkämpfen sowohl beim Duathlon als auch bei
den drei Kurzdistanztriathlons die Plätze eins bis drei in
meiner Altersklasse erreichen. Vor allem das Laufen auf
der Bahn hat mir sehr viel gebracht. So konnte ich nun
beim Ironman Germany in Frankfurt in allen Disziplinen
meine Zeiten enorm verbessern und finishte mit aus meiner
Sicht unvorstellbaren 10:09 Stunden. Mein Traum, einmal
meinen Geburtstag im Oktober in Kailua Kona zu feiern,
rückt nun in greifbare Nähe.
Roland Blank:
- 46 Jahre alt
- Beruf: Meister in der Kunststoffindustrie
- Habe ein sonniges, ausgeglichenes Gemüt
- Besitze seit über 20 Jahren eine Harley Davidson und
hätte mir nie
vorstellen können, den Ritt auf einem Rennrad vorzuziehen.
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