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Auf dem Weg zum letzten Wettkampf hatten
wir einmal wieder viel Zeit (jeweils 6h hin und zurück –
nein, wir wurden nicht von Demonstranten aufgehalten) über
unser triathletisches Dasein zu philosophieren.
Konkret ging es diesmal um den
immensen Aufwand, den unser Sport im Allgemeinen mit sich
bringt, wie wir ihn auch gerade konkret betrieben. Dass
gutes Training viel Zeit kostet ist klar. Auch den Einsatz
von Material muss man nicht zu kritisch betrachten. Egal,
ob als Hilfe, die Bestmarke zu erreichen oder als
Belohnung für vollbrachte Heldentaten, etwas Kohle hier
und etwas Titan da schaden bestenfalls der privaten
Altersvorsorge.
Aber auch der Aufwand unmittelbar um einen
Wettkampf kann sich gewaschen haben. Vorher anreisen, die
Nacht danach noch bleiben, Meldegebühren, Fahrt und
Futter, zack ist der Kurzurlaub beisammen. Sonst versucht
man auf 5 Minuten genau die maximale Trainingszeit heraus
zu kitzeln und plötzlich ist es egal, wenn man mal ganze
Tage im Auto oder am Montageständer verbringt – Tapering
nennt sich das in Fachkreisen.
Dünn wird das Eis aber auch gegenüber
unseren grünen Freunden. Oft hört man in Diskussionen um
die Geld-Frage, den Spruch „Was dir dein Auto, ist mir
mein Rad“. Eigentlich eine gute Einstellung. Aber wir
reden hier nicht über die Einkaufs-Mühle, die Jahr und Tag
im Regen steht. Sondern es geht um die Wettkampf-Waffe,
den Boliden, der locker zwei Autos darstellt und dreimal
im Jahr bemüht wird. Das ist alles, nur kein Auto-Ersatz
(und das ist gut so!). Und die rosarote Brille, durch die
man während eines Wettkampfes die Natur genießen kann, ist
ja wohl auch nur Wunschdenken. Und wenn ich an allen
sieben Weltwundern vorbeifahre. Kopf runter und druck ins
Pedal, alles für die Aerodynamik. Also so ist die Tatsache
auch nicht zu rechtfertigen, dass unsereins ein Vielfaches
der Wettkampfzeit allein mit der Anreise verbringt.
Aber darum geht es doch gar nicht. Jeder,
der meint, es wäre für einen Sportler doch kein Ding mal
eben mit dem Rad zum Bäcker zu fahren, hat doch den Kern
der Unternehmung verpasst. Es geht hier nicht um hohe
Ideale oder Einstellungen. Wir leben den Trieb: Ein Faules
Leben, frei von Bewegung & Anstrengung. Aber dann im
Wettkampf die Sau raus lassen – das ist das geile dabei!
Also weg mit den Gedanken, wahre Werte
stehen in der Ergebnisliste. Auf die Plätze, Vollgas …
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