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Hydrophil packt aus

 

How many roads must a triathlete drive? …
Juni 2007 - by Philipp Herold

Auf dem Weg zum letzten Wettkampf hatten wir einmal wieder viel Zeit (jeweils 6h hin und zurück – nein, wir wurden nicht von Demonstranten aufgehalten) über unser triathletisches Dasein zu philosophieren.

 Konkret ging es diesmal um den immensen Aufwand, den unser Sport im Allgemeinen mit sich bringt, wie wir ihn auch gerade konkret betrieben. Dass gutes Training viel Zeit kostet ist klar. Auch den Einsatz von Material muss man nicht zu kritisch betrachten. Egal, ob als Hilfe, die Bestmarke zu erreichen oder als Belohnung für vollbrachte Heldentaten, etwas Kohle hier und etwas Titan da schaden bestenfalls der privaten Altersvorsorge.

Aber auch der Aufwand unmittelbar um einen Wettkampf kann sich gewaschen haben. Vorher anreisen, die Nacht danach noch bleiben, Meldegebühren, Fahrt und Futter, zack ist der Kurzurlaub beisammen. Sonst versucht man auf 5 Minuten genau die maximale Trainingszeit heraus zu kitzeln und plötzlich ist es egal, wenn man mal ganze Tage im Auto oder am Montageständer verbringt – Tapering nennt sich das in Fachkreisen.

Dünn wird das Eis aber auch gegenüber unseren grünen Freunden. Oft hört man in Diskussionen um die Geld-Frage, den Spruch „Was dir dein Auto, ist mir mein Rad“. Eigentlich eine gute Einstellung. Aber wir reden hier nicht über die Einkaufs-Mühle, die Jahr und Tag im Regen steht. Sondern es geht um die Wettkampf-Waffe, den Boliden, der locker zwei Autos darstellt und dreimal im Jahr bemüht wird. Das ist alles, nur kein Auto-Ersatz (und das ist gut so!). Und die rosarote Brille, durch die man während eines Wettkampfes die Natur genießen kann, ist ja wohl auch nur Wunschdenken. Und wenn ich an allen sieben Weltwundern vorbeifahre. Kopf runter und druck ins Pedal, alles für die Aerodynamik. Also so ist die Tatsache auch nicht zu rechtfertigen, dass unsereins ein Vielfaches der Wettkampfzeit allein mit der Anreise verbringt.

Aber darum geht es doch gar nicht. Jeder, der meint, es wäre für einen Sportler doch kein Ding mal eben mit dem Rad zum Bäcker zu fahren, hat doch den Kern der Unternehmung verpasst. Es geht hier nicht um hohe Ideale oder Einstellungen. Wir leben den Trieb: Ein Faules Leben, frei von Bewegung & Anstrengung. Aber dann im Wettkampf die Sau raus lassen – das ist das geile dabei!

Also weg mit den Gedanken, wahre Werte stehen in der Ergebnisliste. Auf die Plätze, Vollgas …

 

pain is temporay, success is forever!

 

 

 

 

 

 

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