|
Letztes Wochenende fand der dritte
Liga-Wettkampf in folge statt. Nach der Kombi-Wertung aus
Duathlon und Swim & Run kam in Forst der
Mannschaftswettkampf dran.
Dabei ist die Besonderheit, dass die
Mannschaft die Wechselzone nur gemeinsam betreten und
verlassen darf. Das bedeutet Wasserschatten-Schwimmen,
Mannschaftszeitfahren und einen abschließenden Lauf, bei
dem der langsamste geschoben wird – ob er will oder nicht.
Zur Vorbereitung darauf haben wir versucht
uns zu einem gemeinsamen Zeitfahrtraining
zusammenzufinden. Aber nicht umsonst ist Triathlon vom
Wesen her ein Individualsport. Der einzige Termin, den wir
realisierten lag dummerweise auch unter einer sehr
hartnäckigen Regenwolke. So konnten wir wenigstens den
Unterschied kennen lernen zwischen Wasserwiderstand (das
Spritzwasser vom Fordermann) und Windwiderstand (wenn man
leicht versetzt fährt um zumindest etwas zu erkennen).
Alle weitere Vorbereitung erfolgte einzeln.
Ich für meinen Teil habe mir ein maßstabgetreues Abbild
der Radstrecke gebaut. Eine Landstraße mit einem Kreisel,
einem Knick und einem Wendepunkt war die optimale
technische Teststrecke.
Was man leider alleine nicht hinbekommt:
Dieses riesige Tempo durchzuhalten. Im Team, mit dem
unterstützenden Lärm der Zeitfahrscheiben war der 43er
Schnitt plötzlich gar kein Problem mehr.
Umso chaotischer war das Schwimmen davor.
Ohne Ankündigung begann plötzlich der Jagd-Start, sodass
einige Mannschaften verspätet oder unvollständig ins
Wasser gingen. Dank eines fliegenden Starts tauchten wir
pünktlich und vollbesetzt in die Fluten. Nur unsere große
Taktik mit Wasserschatten und anschieben erlag leider dem
Tumult. Mannschaften schwammen aufeinander auf und Pulks
bildeten sich, in denen reges Treiben und gegenseitiges
Verzocken herrschten. Unter Wasser ist Kommunikation eben
nicht ganz leicht. „Hmm, den Neo kenn ich, aber die
Armbewegung? Badekappen sind bei allen gleich … Also
anschieben oder tunken?“
Beim abschließenden Lauf musste ich selbst
leider wegen Seitenstechen passen, als es nach 2 km hieß
„So Jungs, wer kann noch ein paar Kohlen nachlegen?“ Ganz
fieses Gefühl, wo doch Seitenstechen immer so nach Ausrede
klingt… Aber o.k., man braucht ja Ziele und
Verbesserungspotential. Der nächste Wettkampf kommt schon
bald …
|