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Hydrophil packt aus

 

Sport und CO2 – ein Diskurs, der Ausdauer erfordert
Mai 2007 - by Philipp Herold

An dieser Stelle muss ich die Weisheit über die Wirksamkeit von Training, dass Sport da begänne, wo er anfinge weh zu tun, doch mal relativieren.

Dieser Tage war mal wieder rumrollern à la lang und locker angesagt. Für was soll das denn gut sein? Unabhängig vom zweifelhaften Mehrwert der körperlichen Ertüchtigung kamen wir zumindest ins Sinnieren über unsere Umwelt.

Wie naturverbunden insbesondere Rennradfahrer letztendlich sind, unabhängig davon, dass sie sich ständig darin bewegen wollen wir mal dezent übergehen. Aber an der CO2-Debatte kommt dieser Tage keiner vorbei. Hier nun die Ergebnisse unserer „Discorsi“.

Die Gasproduktion eines durchschnittlichen Rennradlers wird leicht unterschätzt. Gerade in den oberen Pulsbereichen, in denen man sich ja am liebsten und am meisten aufhält, ist auch die Atemfrequenz sehr beachtlich. Von anderen Ausgasungen, beispielsweise verdauungsbedingt, wollen wir an dieser Stelle mal absehen.

Gut, nehmen wir zum Vergleich die Emissionen anderer Fortbewegungsmittel. Das Auto zum Beispiel: Die Jungs von Porsche haben ausgerechnet, dass ihre Schlitten die geringsten Emissionen pro PS haben – fiese Quote für einen Biker.

Überhaupt haben wir diese einfachen Zahlen als unzureichend empfunden. Viel mehr müssten wir versuchen, den ökologischen Rucksack eines Radfahrers zu packen. Was klingt wie ein plattes Spiel für Kindergeburtstage ist hohe wissenschaftliche Methode. Es geht darum die Umweltbelastung über die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zum fertigen Biker am Berg zu erfassen.

Dazu zählt zum Beispiel die Herstellung des Rades selbst, die zur Körperbedeckung verwendete Synthetik, die Folie der Energieriegel und allem voran der liquide Sondermüll Namens Aufwärmöl, der die Waden so glänzen lässt. All diese Faktoren lassen einen Berg von Emissionen entstehen, der mal locker über 8% Steigung hat.

An diesem Punkt sind wir soweit zu sagen, es wäre sinnvoll das Rad in Zukunft stehen zu lassen und die Sonntagsrunde wie alle anderen Touren mit einem Sportwagen zu bestreiten. Wobei nicht objektiv zu sagen ist, ob dieser Beschluss an diesem Punkt der Gedankenkette viel oder viel mehr an diesem Punkt der Tour, sprich mitten am Berg, die Sonne brennt von oben, die Schenkel von unten und kein Ende in Sicht.

Doch auch ohne die Last des ökologischen Rucksacks stehen Radfahrer unter ihrem selbstverschuldeten Ozonloch in einem sehr schlechten Licht. Der Verbrennungsprozess, also die Energiegewinnung ist weit ineffizienter, als die seiner technologischen Nachfolger, dem PKW.
Aus dieser Feststellung heraus kamen uns Optimierungs-Gedanken, ob man wohl die Menschliche Verdauung verbessern könnte. Diese wohl eher nicht, aber Parameter wie Sauerstoffaufnahme & -Transport oder Energienutzung in den Muskeln lassen sich verbessern. Wie, muss man wohl dieser Tage keinem mehr erzählen. Sicherlich musste jeder von uns bereits mehrfach in geselliger Runde Bericht erstatten, was die Hausapotheke so bietet. Dieser Ansatz lässt die Pharma-Branche in einem neuen Licht erscheinen. Wird plötzlich aus den monopolitischen Patent-Jägern eine Industrie der Ökologie?

Man sollte vielleicht noch einmal die Vor- und Nachteile von Planeten rettenden Regelverstößen in diesem neuen Licht betrachten – oder auch nicht. Verurteilte in neuem licht zu betrachten? Wir jedenfalls sind zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen, suchen nun jedoch nach Investoren für eine Studienreihe…

 

Leistung defekt - platt - Luft raus?

 

 

 

 

 

 

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