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Hydrophil packt aus

 

Frühlingslauf in Rot – 10 km Volkslauf, davon 2 km Zielgerade
Mai 2007 - by Philipp Herold

Wer kennt das nicht? Man ist eigentlich Brezelbreit und freut sich diesen einen Tag in der Woche an dem man a) frei hat, b) mal ausschlafen kann und c) nur socializing-Sport machen will, sprich bewegen im Komfort-Bereich, um die neuesten Tipps und Tricks über Mensch & Material auszutauschen.

Doch dann passiert es: Irgendein unsensibler Mensch kommt daher und erzählt wieder was von Volkslauf, schneller Strecke und ähnlichen Verlockungen. Wer kann da schon widerstehen? Nur so mitgehen, nicht voll laufen, nur mal schauen was geht, ein bisschen Tempohärte schadet ja nicht… Von Wegen, Wettkampf ist Wettkampf – auch wer nur als Sparring-Partner anreist muss selbst die Beine in die Hand nehmen.

Na ja, selbst schuld. War ja eigentlich auch wirklich eine tolle Geschichte. „Frühlingslauf“ in Rot hieß das Event. Diesen Namen konnten meine Nase und Augen voll bestätigen, Heuschnupfen vom feinsten (Was zumindest die sonst so Dichte Startaufstellung etwas auflockert – Entschuldigung an meine Vorderleute!).

Das Terrain war tatsächlich für schnelle Zeiten wie geschaffen. Es gab im Wesentlichen zwei Erhebungen. Die erste war eine Autobahnbrücke, die zweite immerhin noch der Bordstein auf einen Radweg. Außerdem hatte der Kurs kaum Kurven, eigentlich bestand er aus drei Langen geraden nebst Verbindungen. Also Abschnitte zwischen zwei und vier Kilometern, auf denen man sich Gedanken über Gott und die Welt machen konnte. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, sich ein schönes Grüppchen zu suchen, hinter dem man sich professionell vor dem Wind verstecken kann. Ich für meinen Teil habe mich mal wieder mit den Ernährungsprinzipien eines Ausdauersportlers befasst. Inspiriert hat mich dabei der Hauptsponsor des Laufes, ein Dinkel-Verarbeiter. Unter dem Slogan „macht Sportler schnell“ wurde uns vor dem Start eine auffällig breite Produktpalette präsentiert. Fiese Geschichte, denn wer hat schon morgens um neun Gefrühstückt, dass ihm nicht der Magen knurren würde. Wikipedia hat mir verraten, dass Dinkel in großem Stile für die Pferdefütterung verwendet wird. Also auch Rennpferde, eine durchaus schnelle Gattung. Ob man mit den entsprechenden Keksen wohl auch so schnell und austrainiert wird? Oder wächst einem einfach eine Mähne?! Die zweite These können wir gleich wieder verwerfen, wie das Bild von mir zeigt – bitte entschuldigt den Gesichtsausdruck, ein Volkslauf ist ja kein Laufsteg…

Oh, hoppla! Da kommt ja die nächste Kurve. Umso ärgerlicher, wenn man von den wenigen Knicken auch noch einen verpassen würde. Und schon war man auf der Zielgerade, sprich noch 2000m to go. Der Zieleinlauf selbst war wieder sehr erhebend gestaltet, auf einem Asphaltierten Oval ging es nach einer Ehrenrunde durch den majestätischen Zielbogen. Geschafft – und es ist gerade mal kurz vor zehn, sonst steht ein guter Student jetzt erst auf… …Vielleicht doch noch eine lockere Einheit am lockeren Tag?!

 

pain is temporay, success is forever!

 

 

 

 

 

 

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