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Hydrophil packt aus

 

4,2 k Altstadtlauf in Heidelberg – Wie alt kann man mit genug Krafttraining nur aussehen?
April 2007 - by Philipp Herold

Letzten Sonntag wurde die Läuferwelt in Heidelberg und Umgebung aufgemischt. Wieder einmal lud die TSG zu Halbmarathon & Altstadtlauf.

Jaaa, ich weiß: ein Triathlet sollte eher über den halben als den zehntel Marathon starten. Das haben mir meine lieben Vereinskollegen auch schon zu genüge aufs Brot geschmiert. Zu meiner Verteidigung, der Heidelberger Halbmarathon ist nicht gerade der flachste seiner Gattung, ich bin nicht der leichteste meiner Gattung. Hinzu kommt, dass ich in zwei Wochen fit sein will, für die Tria-Liga, am 19.5. gibt’s Saures beim Teamwettkampf.

Also nur kurze Strecke und dafür nachmittags noch mal aufs Rad. Ein Vorteil von kurzen Wettkämpfen allgemein ist, dass das Quatschen-zu-Sport-Verhältnis viel sozialer ist. So auch gestern. Gegen kurz nach neun dachte ich schon daran, mich wieder umzuziehen und mir nen Cafe zu holen. Irgendwie haben wir es dann doch an den Start geschafft und standen gespannt hinter dem Band. Daumen auf dem Startknopf der Pulsuhr, Blick straight forward – uns doch egal, wenn der Sprecher noch was von 6 Minuten redet. Ich sagte eben bewusst Start und nicht Startlinie, denn davon gab’s diesmal zwei: zwischen dem Absperrband für mehrere Dutzend Teams und der endgültigen Startlinie wurde noch eine kleine Box freigehalten. Hierein begaben sich schließlich die Läufer aus Schriesheim und Mannheim. Alles Experten über 800 bis 10.000m, die seit diesem Frühjahr unter dem Namen „Caps-Ausdauerteam“ auf Wettkämpfen lustwandeln. Mein Gedanke dazu: Letztes Jahr waren wir noch zusammen im Trainingslager, heute bekommen sie eine Startbox vor mir – irgendetwas muss ich falsch gemacht haben.

Dann viel der Startschuss. In die Spitzengruppe zu Laufen war gar nicht so schlimm, um mich herum waren noch einige Recken, die ähnliches im Schilde führten und mich fair nach vorne brachten. In der Spitzengruppe bleiben ist dafür umso schwerer. Schon nach 500m hatte ich diesen fiesen Eisen-Geschmack auf der Zunge, einer der Vorboten vom Mann mit dem Hammer. Aber egal, was schmerzt, das lebt! Hart wurde es erst nach der hälfte der Strecke, als wir in die Heidelberger Fußgängerzone einbogen. Dieses Pflaster ist weltweit für seine Schönheit bekannt, wie auch jährlich Abermillionen von Asiatischen Fotoapparaten dokumentieren. Davon bekamen wir nicht mehr soviel mit. Umso mehr drängte sich der Duft aus den Bäckereien auf. Ganze Drei Backwarenverkäufer versuchten mich von der Strecke zu locken, da ist das Laufen selbst noch die geringste Qual. Schlussendlich überquerte ich die Ziellinie auf Platz neun. Keine Heldentat, wenn man das Vorjahresergebnis bemüht. Also wer eine gute Entschuldigung kennt, immer her damit!

Am Mittwoch geht mein Coach mit mir ins Gericht… Wie das dann ausgegangen sein wird, wird man daran erkennen, ob hier weitere Stories erscheinen…

 

Der innere Schweinehund ist auch nur ein Hund

 

 

 

 

 

 

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