|
|

|
|
|
|
Online-Trainingsplan
|
|
Nach der positiven Resonanz unserer Serie in der
vergangenen Saison im Triathlon-Magazin und auf der
Webseite der DTU möchten wir hier wöchentlich berichten,
wie man um die jeweilige Jahreszeit trainieren kann. Jeden
Sonntag erscheinen zukünftig an dieser Stelle Ratschläge
und Trainingshinweise, die vergangen drei Wochen sind
jeweils mit angehängt. Um Ihnen eine noch bessere
Hilfestellung in Ihrer Trainingsplanung zu bieten, werden
diese wöchentlichen Artikel praktisch orientiert sein und
wir unterscheiden die beiden Zielgruppen „Kurzstreckler“
und „Langstreckler“. Anhand der Pläne werden wir
exemplarisch erläutern, wie Sie mit effizientem und
zielgerichtetem Training genau am Tag X, Ihrem wichtigsten
Rennen des Jahres, auf den Punkt genau Ihre sportliche
Topleistung erzielen können.
Die Trainingspläne richten sich an Anfänger bis
Ambitionierte, die sowohl die Umfänge als auch die
Intensitäten an ihr entsprechendes Leistungsvermögen und
natürlich an ihre Ziele anpassen sollten.
Als Ziel und damit Höhepunkt haben wir das Wochenende
ausgewählt, an dem die Challenge Roth stattfindet. Die
Athleten, die den Ironman Frankfurt, den Ironman
Switzerland oder den Ironman Klagenfurt als ersten
Saisonhöhepunkt ins Auge fassen, müssen die Pläne einfach
nur um eine Woche nach vorne bzw. nach hinten verschieben.
Danach planen wir einen zweiten Höhepunkt. Natürlich kann
dieser Rahmentrainingsplan nur ungenügend individuelle
Belange berücksichtigen. Wünschen Sie dagegen eine
individuelle Betreuung, eine einmalige
Trainingsplanerstellung oder Trainingsseminare zum
Erlernen der eigenen Trainingsgestaltung, dann klicken Sie
in der Menüleiste unter Angebote.
Termine 2010
10.7. Quelle Challenge Roth
und olympische Distanzen im Juli
Zweite Saisonhälfte: Mitte August bis Mitte September
z.B. Ironman 70.3 Wiesbaden, olymp. Distanz, Langdistanz
|
Achtung: Bei unseren Trainingsempfehlungen handelt
es sich lediglich um Vorschläge, wie ein Athlet sein
Training gestalten kann. Die Umsetzung der Trainingstipps
erfolgt auf eigene Gefahr. finisher concepts hat die Tipps
nach bestem Wissen und Gewissen erarbeitet. Lassen Sie
sich vor Trainingsbeginn von einem Sportmediziner
untersuchen und unterbrechen Sie das Training sofort, wenn
gesundheitliche Probleme auftreten. |
|
|
|
|
|
|
Woche 29 -
Die letzten
Temporeize
30.05.-05.06.2011
|
|
„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“
heißt nicht nur das Motto im momentan überall präsenten
Fußball. Auch für Sie gilt, dass Sie nach der erfolgreich
überstandenen Generalprobe am vergangenen Wochenende nach
vorn blicken sollten. Nach ausreichender Erholung können
Sie am Ende dieser Woche die letzten gezielten Temporeize
setzen.
Bevor Sie sich noch mal richtig quälen
haben Sie sich ein paar Tage Pause verdient. Auch wenn
Geist und Körper ein Tag nach dem Wettkampf eher nach
Ihrem Sofa schreien als nach sportlicher Betätigung,
sollten Sie sich dennoch für eine kleine Runde auf Ihr
Fahrrad schwingen. Eine ruhige Ausfahrt im
Regenerationstempo kann erheblich dazu beitragen, dass
sich Ihre müden Beine rasch erholen.
Keine Torschlusspanik!
Den Kurzstrecklern sollten zwei Tage Pause
genügen, so dass diese Mittwoch bereits wieder eine
Schwimmeinheit mit ruhigen längeren Strecken einplanen
können. Die Langstreckler dagegen sollten keine
Torschlusspanik bekommen und bis einschließlich Mittwoch
auf Regeneration setzen. Denn die verbleibenden zwei
Tempoeinheiten auf dem Rad haben es in sich und erfordern
absolut ausgeruhte Beine. Bei den langen Radintervallen am
Donnerstag dürfen Sie richtig auf das Tempo drücken und
sich in Tempobereichen an oder sogar leicht über der
anaeroben Schwelle bewegen. In diesem Bereich, wo der
Sauerstoff für Ihre Muskelzellen sehr knapp wird, befinden
Sie sich oberhalb Ihrer Ironman-Geschwindigkeit.
Die gleiche Einheit spielt sich für die
Kurzstreckler sogar in einem noch höherem Tempobereich ab!
Die Intervalle von nur zwei Minuten Länge dürfen Ihnen das
Laktat richtig in die Beine treiben. Dieses hochintensive
Training erlaubt Ihnen im Wettkampf auch mal kürzere
Anstiege voll zu fahren oder Tempowechsel der Mitstreiter
mitzugehen. Die Laktatverträglichkeit der Muskulatur lässt
sich erstaunlich schnell verbessern und kann im Wettkampf
Gold wert sein, wenn Sie sich das eine oder andere Mal
dazu hinreißen lassen, über Ihren Verhältnisse Gas zu
geben. Ohne entsprechendes Training leiden Sie den ganzen
Wettkampf über unter den Tempospielchen.
Regelmäßig trinken
Der zweite Trainingshöhepunkt dieser Woche
ist schließlich eine lange Tempofahrt mit einem
anschließenden Lauf, beides in Ihrem Ironman-Tempo. Achten
Sie bei diesem Test darauf, sich wiederum so zu
verpflegen, wie Sie es bei Ihrem Wettkampf geplant haben.
Besonders an einem heißen Tag gilt es, regelmäßig zu
trinken, etwa 800 bis 1.000 Milliliter Flüssigkeit pro
Stunde.
Auch bei den Kurzstrecklern steht ein
Koppeltraining auf dem Programm, allerdings in Form eines
Swim&Runs. Nach einem ruhigen längeren Einschwimmen mit
Übungen zur Orientierung sollten Sie sich ausführlich dem
Schwimmstart widmen. In mehreren Durchgängen können Sie
den Start aus der Landstart- und der Wasserstart-Situation
heraus üben. Gleich im Anschluss schlüpfen Sie in Ihre
Laufschuhe und machen sich auf den Weg zu einem acht
Kilometer langen Tempodauerlauf.
|
|
Kurzstrecke |
Langstrecke |
|
Mo |
40 Min. Rad Rekom |
1 Std. Rad Rekom |
|
Di |
frei |
Schwimmen 2 km Technik + Rekom |
|
Mi |
Schwimmen 3 km Ausdauer |
frei |
|
Do |
Rad 5 x 2 Min WSA Pause
5 Min. |
Rad 5 x 5 km GA2 Pause
5 Min. |
|
Fr |
Kraft-training „Stabi“ |
Schwimmen 3 km Ausdauer |
|
Sa |
Schwimmen Freiwasser
10 x 50 m WSA Startverhalten + Laufen 8 km GA2
Tempo-dauerlauf |
Rad 5 h GA1/2 progressiv + Laufen 30 Min. GA1/2 |
|
So |
Rad 1,5 Std. GA1 |
Rad 2 Std. GA1 + Krafttraining „Stabi“ |
Ab nächster Woche beginnt das Tapern, also
die genaue Feinabstimmung der Form auf Ihren Tag X. Die
Details, wie Sie am besten Tapern, erfahren Sie hier bei
den Trainingstipps der Woche.
Philipp Gut
Top |
|
|
|
|
|
Woche 28 -
Die Generalprobe
23.-29.05.2011
|
|
Die ersten Wettkämpfe sollten Sie als Test
für die wichtigen Rennen des Jahres sehen. Die
Gretchenfrage ist dabei natürlich, wie es sich mit der
persönlichen Form verhält. Doch bei der Generalprobe geht
es um noch viel mehr: Stimmt das Material, die Ernährung,
die Taktik? Wir sagen Ihnen, auf was Sie bei Ihrer
Generalprobe besonders achten müssen!
Am Wochenende ist vielerorts in Deutschland
„Raceday“ angesagt. Ein breites Angebot an
Triathlonveranstaltungen lädt ein, mit einer Sprintdistanz
in die Saison zu starten oder sogar auf einer
Mitteldistanz die große Generalprobe für das
Langstreckenrennen im Juli durchzuexerzieren.
Wettkampfmaterial zusammenstellen
Für die Kurzstreckenathleten wird der
Wettkampf am Wochenende der erste richtige Dreikampf der
Saison sein. Suchen Sie sich daher bereits Anfang der
Woche Ihr komplettes Wettkampfmaterial zusammen, das Sie
am Wochenende benutzen wollen. Das Rad sollte spätestens
für die Radfahrt am Mittwoch in dem Zustand sein, in dem
es Ihnen am Sonntag dienen soll. Mängel am Material können
Sie so noch mit genügend Vorlauf reparieren lassen.
Wichtig ist zudem das Freiwassertraining am
Montag, bei dem Sie nochmals das Orientieren in einem
freien Gewässer trainieren sollten. Nach jeder Teststrecke
von etwa 200 Metern können Sie üben, direkt nach dem
Ausstieg aus den Fluten den Neoprenanzug zu öffnen, halb
herunter zu ziehen und damit bis zu einer imaginären
Wechselzone zu laufen, in der Sie sich dann komplett der
Schwimmhilfe entledigen können. Etwas Melkfett an den Fuß-
und Handgelenken kann helfen, die teilweise sehr
widerspenstige Gummihaut abzustreifen. Die wichtigsten
Dinge, die Sie für Ihren Wettkampf benötigen, haben wir in
unserer Wettkampfcheckliste zusammengestellt.
Schwächen kommen zum Vorschein
Bei den Langstrecklern ist der
Saisoneinstieg bereits durch das Kurzstreckenrennen im Mai
geschafft. Bei der nun anstehenden Generalprobe über die
Mitteldistanz geht es bereits um einiges mehr. Schwächen,
die sich im Training und über kurze Wettkampfstrecken noch
verbergen lassen, kommen bei einer halben Ironmandistanz
zum Vorschein. Reicht die Ausdauer bis zur Laufstrecke?
Klappt die geplante Wettkampfernährung, die bei einer
Wettkampfdauer über vier Stunden bereits einen großen
Stellenwert einnimmt?
|
|
Kurzstrecke |
Langstrecke |
|
Mo |
Schwimmen
Freiwasser
3 x 200 m Test |
Schwimmen
Freiwasser
3 x 1 km Test |
|
Di |
Laufen Lauf-ABC +
5 x 400 m GA2 Pause 4 Min. |
Laufen 4 km Rekom + Lauf ABC + 4
Steigerungs-läufe à 80 m |
|
Mi |
Rad 1 Std. GA1
+ Laufen 20 Min. GA1 |
Rad 4 x 3 km GA2 Pause 10 Min. +
Laufen 20 Min. GA1 |
|
Do |
frei |
frei |
|
Fr |
Laufen 30 Min. Rekom, 3 x 1 Min. GA2 |
Schwimmen 1,5 km
Laufen 30 Min. Rekom, 3 - 4 x 1 Min. GA2 |
|
Sa |
Rad 40 Min. Rekom, 3 x 1 Min GA2 |
Rad 1 Std. Rekom,
3 - 4 x 1 - 2 Min GA1/GA2 |
|
So |
Testwettkampf Sprintdistanz |
Wettkampf Mitteldistanz |
Beispielplan Abschlussschwimmtraining
|
bis 600 m |
beliebiges Einschwimmen |
|
2 x 8 x 25 m |
Technikübungen zum Wasser- und
Tempogefühl und zur Wasserlage |
|
2 x 100 m
2 x 50 m
4 x 50 m
4 x 25 m
4 x 25 m |
1500m Schnitt Tempo, Pause 15
Sekunden locker
1500m Schnitt Tempo, Pause 10
Sekunden
locker
Sprint |
|
200 – 400 m |
beliebiges
Ausschwimmen |
Legen Sie sich Ihre persönliche Renntaktik
zurecht. Sie selbst kennen am besten Ihre eigenen
Schwächen und Stärken, für die Sie bei dieser Generalprobe
ein Gefühl entwickeln sollten. Denken Sie auch daran, bei
der Nahrungsaufnahme die gleiche Routine walten zu lassen,
wie bei Ihrem Hauptwettkampf über die Langstrecke. Im
Anschluss an den Wettkampf können Sie dann Ihre Schwächen
und die Fehler bei der Ernährung analysieren. In den nun
verbleibenden Wochen können Sie gezielt daran arbeiten.
Kleine Korrekturen für den
Hauptwettkampf
Hatten Sie auf dem Rad Probleme an den
Anstiegen oder eher in der Ebene? Dann sollten Sie
entsprechend das Profil Ihrer Radintervalle anpassen. Oder
haben Sie Probleme auf den letzten Laufkilometern
bekommen? Dann sollten Sie sich Gedanken machen, ob Sie
eventuell auf dem Rad überzogen haben. Oder ob Sie im
Training vielleicht doch noch die eine oder andere lange
Koppeleinheit einplanen sollten, um den langen Lauf im
Anschluss an die Radbelastung zu üben. Mit kleinen
Korrekturen an Ihren Schwächen, können Sie bis zum
Hauptwettkampf noch einiges aus Ihrer Form rauskitzeln.
Das Wichtigste ist aber, dass Sie bei Ihrer
Generalprobe viel Spaß haben und stolz sind auf den
Leistungsfortschritt, den Sie in den vergangenen Monaten
erreicht haben. Und falls Ihr Saisonstart nicht nach Ihren
Vorstellungen laufen sollte, wissen Sie ja, wie es im
Theater heißt: Je schlechter die Generalprobe, desto
besser der große Auftritt!
Dr.
Philipp Gut
Top |
|
|
|
|
|
Woche 27 -
Verfallen Sie nicht in Panik
16.-22.05.2011
|
|
Wahrscheinlich läuft Ihnen beim Anblick auf
den Kalender ein kalter Schauer über den Rücken? Es sind
nur noch fünf Wochen bis zum Langdistanzrennen in Roth!
Für alle „Challenger“ und alle anderen, die bereits am
ersten Juli-Wochenende Ihr erstes ganz große Rennen dieser
Saison bestreiten wollen, gilt es, die Beine hochzulegen
und Kraft zu tanken für den allerletzten Trainingsblock
vor dem Tag X. Dennoch können Sie auch in Ruhewochen an
kleinen Details feilen, die Sie schnell machen!
Ihre schwere Aufgabe für diese Woche wird
sein, nicht nervös zu werden! Bis zum großen Tag am ersten
Juli-Wochenende erwarten Sie nur noch zwei Wochen hartes
Training. Und in dieser Woche gilt es, die Energiereserven
aufzutanken. Verfallen Sie nicht in Panik ob der vielen
kleinen oder großen Defizite, die Ihre Form noch aufweist.
Nutzen Sie diese Woche, um in den Disziplinen an
Kleinigkeiten zu arbeiten, die Ihre Regeneration nicht
stören, aber im Wettkampf von großem Nutzen sein können.
Schätzen Sie Ihr Tempo richtig ein!
In der Tabelle finden Sie einige
Programmvorschläge, um das Tempogefühl im Schwimmen zu
schulen. Gerade für die ungeübten Schwimmer ist es im
Wettkampf sehr wertvoll, wenn sie das eigene Tempo in etwa
einschätzen können. Denn nach den oft sehr anstrengenden
ersten 400 Metern ist die Wahl der Schwimmgruppe, in der
Sie sich im Wasserschatten schonen können, entscheidend
für den weiteren Rennverlauf in der ersten Disziplin.
Zudem bieten die eher lockeren Schwimmeinheiten dieser
Woche sich dazu an, noch einmal die Grundübungen für eine
gute Orientierung im Wettkampf zu trainieren: Schwimmen
Sie einige kurze Serien im Wasserballkraul, und üben Sie
mit verschlossenen Augen, Ihre Bahn exakt zu halten.
Für viel Spaß in der Gruppe sorgen
simulierte Massenstarts und Sprints mit Ihren
Trainingspartnern. Versuchen Sie verschiedene
Startvarianten: Aus hüfthohem Wasser, aus dem Wasserstart
heraus und nach verschiedenen Koordinationsübungen, wie
einem Purzelbaum oder dem Start aus der Rückenlage heraus.
|
|
Kurzstrecke |
Langstrecke |
|
Mo |
frei |
frei |
|
Di |
Laufen 6 km +
Lauf-ABC + 10 Steigerungsläufe à 80 m |
Laufen 10 km +
Lauf-ABC + 10 Steigerungsläufe à 80 m |
|
Mi |
Schwimmen
1,5 km Technik + Rekom |
Rad 2 Std. GA1 |
|
Do |
Rad 1 Std. Rekom +
Technik |
Krafttraining +
„Stabi“ |
|
Fr |
Krafttraining „Stabi |
Schwimmen
2 km Technik + Rekom |
|
Sa |
Laufen 10 km GA1 + 4
Steigerungsläufe à 80 m |
Laufen 22 km GA1 + 4
Steigerungsläufe à 80 m |
|
So |
Rad 2 Std. GA1 |
Rad 5 Std. GA1 |
Auch auf dem Fahrrad können Sie die
lockeren Ausfahrten nutzen, um an Ihren technischen
Fertigkeiten zu feilen. Besonders Rennen mit flachen,
verwinkelten Kursen können durch die ständigen
Rhythmuswechsel des Abbremsens und Anfahrens viel Kraft
verschlingen. Üben Sie das späte Bremsen vor der Kurve,
das Herunterschalten und das schnelle Anfahren aus der
Kurve heraus. Es reichen bereits acht bis zehn Kurven, die
Sie während Ihrer nächsten lockeren Radausfahrt ins Visier
nehmen und möglichst sauber und schnell durchfahren. Auf
ruhigen Straßen oder auf Feldwegen können Sie sich zudem
den einen oder anderen imaginären Wendepunkt suchen, den
Sie möglichst schnell und knapp umfahren.
Flüssigkeitsaufnahme beim Laufen
Wenn bei dem abschließenden Lauf die Kräfte
schwinden und die Hitze auf das Tempo drückt, dann ist
eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme an den
Verpflegungsstationen unerlässlich. Wenn der Becher nur
nicht immer leer geschwappt wäre, bevor er am Mund
ankommt! Üben Sie bei Ihrem nächsten Lauf mehrere Male an
einer eigens aufgebauten Verpflegungsstation aus einem
Pappbecher zu trinken, indem Sie diesen an der Öffnung mit
den Fingern flach zusammendrücken. Dadurch verhindern Sie,
dass zu viel Flüssigkeit herausschwappt. Oder nehmen Sie
sogar einen kurzen Trinkhalm mit auf die Strecke, über den
Sie die Flüssigkeit zu sich nehmen können, ohne dass die
Hälfte daneben geht.
Übungen für das Zeitgefühl im Schwimmen
|
I |
Zeitgefühl
entwickeln
8 x 50 m mit
Zeitkontrolle:
2 x 50 m in auf die Sekunde genau 50 Sekunden
2 x 50 m in auf die Sekunde genau 45 Sekunden
2 x 50 m in auf die Sekunde genau 40 Sekunden
2 x 50 m in auf die Sekunde genau 50 Sekunden
(bzw. Zeiten entsprechend dem Leistungsstand) |
|
II |
Zeitgefühl
entwickeln
2 x 50 m Kraul
in dem Tempo, in dem Sie subjektiv Ihre
Wettkampfstrecke schwimmen könnten
1 x 100 m in genau diesem Tempo (Zeitkontrolle!)
1 x 200 m in genau diesem Tempo (Zeitkontrolle!)
Haben Sie das
Tempo auch über 200 m locker schwimmen können? Wenn
nein, dann...
...Tempokorrektur:
2 x 50 m Kraul wieder in einem Tempo, das Sie sich
über Ihre Wettkampfstrecke zutrauen
1 x 100 m in diesem Tempo (Zeitkontrolle)
1 x 200m... in diesem Tempo (Zeitkontrolle) |
|
III |
Eigenes Tempo
finden
1 x 200 m
schnell (über dem WK-Tempo)
+ 200 m im Wettkampf-Durchgangstempo
50 m locker
1 x 100 m Sprint
+ 1 x 100 m im Wettkampf Durchgangstempo
50 m locker
2 x 50 m Kraul-Sprint
2 x 50 m Kraul-Wettkampfdurchgangstempo
50m locker |
Sie sehen, auch in Ruhewochen haben Sie
genügend zu tun! Lassen Sie keine Trainingspanik so kurz
vor dem Ziel aufkommen und belasten Sie Ihren Körper nicht
durch neue Reize, die die Verarbeitung der letzten harten
Wochen unnötig stören würden!
Dr.
Philipp Gut
Top |
|
|
|
|
|
Woche 26 - Taktik und
Material
09.-15.05.2011
|
|
Der diesjährige Ironman Lanzarote war
geprägt von besonders starkem Wind, der den Teilnehmern
das Leben schwer machte. In extrem tiefer Aeroposition
enteilt der Schwede Björn Andersson seiner starken
Konkurrenz auf dem Rad – und bezahlt beim abschließenden
Lauf bitter für seine Anstrengungen. Was auf dem Rad durch
eine extreme Haltung Zeit spart, kann beim Laufen viel
Zeit kosten, wenn die muskuläre Beanspruchung durch das
Radfahren sich nicht mit der des Laufens verträgt. Finden
Sie die richtige Abstimmung!
Besonders die zweite Disziplin als
materialtechnisch Aufwendigste der drei Sportarten, war
immer Ziel von erfinderischen Sportlern, die das Optimum
im Kampf gegen die Uhr erreichen wollten. Nicht von
ungefähr kamen die Zeitfahrlenker, wie sie im Radrennsport
zum Kampf gegen die Uhr eingesetzt werden, von der
Randsportart Triathlon in die etablierte Radszene.
Triathlon bedeutet in der Regel den Kampf allein gegen die
Uhr. Der „Hauptgegner“ ist der Windwiderstand, der 75 bis
85 Prozent unserer Energie auf dem Rad verschlingt.
Windschnittige Sitzposition
Es gilt demnach, den Windwiderstand so weit
wie möglich zu verringern. Den größten Einfluss auf die
Aerodynamik hat die Sitzposition. Gerade hier müssen Sie
die richtige Balance finden: Eine sehr tiefe Haltung mit
flachem Rücken und gestrecktem Oberkörper hat sich im
Windkanal als besonders windschnittig erwiesen. Diese
Position stößt beim Triathlon allerdings an Ihre Grenzen,
da die muskuläre Ermüdung besonders im Rücken- und
Gesäßbereich die Leistung im anschließenden Lauf sehr
beeinträchtigen kann.
Abhängig von Ihren Voraussetzungen sollten
Sie Ihre persönlich Haltung auf dem Rad so anpassen, dass
Sie Ihre persönlich schnellste und gleichzeitig
angenehmste Position finden. Diese hängt einmal von Ihrer
Dehnbarkeit im Lenden- und Gesäßbereich sowie von Ihrer
Kraft in diesem Bereich ab. Regelmäßige Dehn- und
Athletikübungen über das ganze Jahr können daher
hilfreicher sein für schnelle Radsplits, als sich zunächst
denken ließe. Bei vielen Radprofis liegt im Winter sogar
ein richtiger Trainingsschwerpunkt auf Dehnungs- und
Athletikübungen.
In dieser heißen Vorbereitungsphase der
Saison ist es aber besonders wichtig, dass Sie sich an das
Material und die Position gewöhnen, auf die Sie im
Wettkampf zurückgreifen wollen. Bei allen intensiven
Radeinheiten, die Sie in den nächsten Wochen absolvieren,
sollten Sie auf Ihr Wettkampfmaterial zurückgreifen.
Besonders bei langen Koppeleinheiten wird sich zeigen, ob
sich Ihre Aeroposition mit einem anschließenden schnellen
Lauf verträgt.
Mitentscheidend: Position der Radflasche
Welche Tricks gibt es weiterhin, um die
Aerodynamik zu verbessern? Einmal ist das die Position
Ihrer Radflaschen: Messungen im Windkanal haben ergeben,
dass die aerodynamischste Situation bedeutet, einen
Jet-Stream am Vorbau zu haben und eine Trinkflasche am
Unterrohr. Dies ist sogar windschnittiger als ohne
Trinkflaschen auf die Strecke zu gehen. Ein Irrglaube ist,
dass Flaschen, hinten am Sattel angebracht, sich dem Wind
entziehen. Im Gegenteil: Durch die Luftverwirbelungen, die
diese erzeugen, sind sie aerodynamisch nicht zu empfehlen.
Außerdem sollten Sie darauf achten, dass
Ihre Startnummer fest sitzt und nicht flattert. Nach
Messungen soll dies gleich mehrere Prozent Ihrer Energie
verschlingen, was sich leicht vermeiden lässt. Vor dem
Start können Sie Ihre Nummer mit doppelseitigem Klebeband
versehen, das Sie beim Wechsel dann nutzen, um die
Startnummer am Trikot festzukleben.
Aerolaufrad oder leichte Laufräder?
An Laufrädern eignen sich bei flachen und
hügeligen Strecken hochprofilierte Aerolaufräder oder
sogar eine Scheibe als Hinterrad. Je bergiger die Strecke
wird, desto schwerer wird aber die Entscheidung zwischen
Aerolaufrad und leichten Laufrädern. In den Rädern
schlummert 30 Prozent des Gesamtgewichts und Sie müssen
diese nicht nur nach vorn bewegen, sondern auch in
Rotation versetzen, so dass hier eine Gewichtsreduktion
besonders Sinn macht. Bei kurvenreichen Strecken, bei
Rennen mit Windschattenfreigabe und bergigen Rennen ist es
daher ein Vorteil, leichte Laufräder, Schläuche und Reifen
einzusetzen. Dies ist zudem wesentlich billiger, als einen
extrem leichten, aber auch extrem teueren Rahmen zu
kaufen, um im Endeffekt wenige Gramm zu sparen.
|
|
Kurzstrecke |
Langstrecke |
|
Mo |
Langes
Koppeltraining
2 Std. Rad GA1 + Laufen 30 Min. GA1 |
Schwimmen 4 km
lange Intervalle Rad 4 x 10 km GA2 Pause 10 Min. |
|
Di |
frei |
frei |
|
Mi |
Krafttraining
„Stabi“ |
Schwimmen 4 km
Technik + triathlonspezifische Intervalle |
|
Do |
Laufen Lauf
ABC +
6 x 1.000 m WSA Pause 4 Min. |
Laufen Lauf ABC + 4 x 2.000 m WSA
Pause 4 Min |
|
Fr |
frei |
Schwimmen
2 km Technik + Rekom |
|
Sa |
Schwimmen 3 km
Technik + Ausdauer |
Rad 4 Std. GA1 |
|
So |
Rad 1,5 Std. GA1 inkl. 3 Berge GA2 |
Laufen 30 bis
32 km GA1-GA2 progressiv |
Üben Sie Ihre Tricks rund um die
Aerodynamik und schlagen Sie so vermeintlich schnelleren
Radfahrern ein Schnippchen!
Dr.
Philipp Gut
Top |
|
|
|
|